Improvisation

TATUNTAT improvisiert und schafft dabei einen Raum aus textlichen und musikalischen Spontanbeiträgen. Der Text besteht aus sprachlichen Prototypen, die Bilder gestalten, aber nicht definieren. Bedeutungen werden über Assoziationsbrücken wandelbar gehalten. Die Musik lässt im Prinzip alles Akustische zu, das hier und jetzt möglich ist.

Die Gestalt der Musik wird auch durch das Innehalten, das Hinhören und die Pause geprägt. Die Kunst-Gebilde können auch als eine Sichtbarmachung der augenblicklichen Beziehung zwischen Künstlern, Publikum und Raum verstanden werden. Wie eine Membran nehmen die Künstler die vorhandenen Schwingungen auf und übersetzen sie in Worte und Klänge.

Das Trio TATUNTAT besteht seit Sommer 2008. Die Künstler kombinieren ihre Erfahrungen aus Solo- und anderen Ensembleprojekten zu einem für sie neuen poetischen Erlebnis. Sie begreifen ihre Arbeit als kontinuierliche Suche nach unmittelbaren Formen des musikalisch performativen Ausdrucks.

TATUNTAT sind Willem Schulz, Marcus Beuter und Anna Bella Eschengerd

Willem Schulz spielt sein Cello auf vielfältige Weise weit über den klassischen Gebrauch des Instruments hinaus. Er wechselt dabei zwischen klassischen und fluxusartigen Spielweisen. So benutzt er sein Instrument als Werkzeug, das er nach allen Möglichkeiten des akustischen und performativen Gebrauchs abtastet und mit dem er zugleich den Raum erforscht.

Marcus Beuter sammelt weltweit Originaltöne. Mittels einer Musiksoftware bearbeitet er die Originaltöne live im Augenblick des Auftritts und schafft so Klänge in einem breiten Spektrum zwischen konkreten und abstrakten Geräuschen. Herauskommen können z.B. tupfende Akzente, gewaltige Klangmauern oder weitflächige Soundscapes.

Anna Bella Eschengerd entwickelt im Augenblick der Aufführung spontane Wort- und Stimmimprovisationen. Es entsteht Spontanpoesie – Textfragmente, Gedankensprünge und Assoziationen treten in Dialog mit den Musikern, dem Publikum und dem Raum. Die Sprache zeigt ihre Gestalt als Klangkörper und als Sinnträger, die Stimme wird zum Instrument.

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Interview und Schnitt: Hristina Raykova für Radio Triquency (Januar 2013)

Wir möchten gerne weitere Räume und Situationen auf unsere klangliche Resonanz hin untersuchen. Sprechen sie uns an!

Wir waren schon im Theaterlabor Bielefeld, MARTa Herford, in der Altstädter Nicolaikirche, Universität Bielefeld, in der Galerie DASLABOR – der Experimentalraum Berlin Neukölln, in der Fachhochschule Bielefeld und bei der gnm Münster.

Informationen über meine Arbeit und meinen Werdegang.

Hier finden Sie Beispiele meiner Arbeit als Autorin und als Performancekünstlerin

Hier sind Arbeitsproben hinterlegt.